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Referenz

RhB Albulatunnel II, Quell- und Grundwasseruntersuchungen

2009 - 2017
  • Baugrund
  • Hydrogeologie

Unsere Leistungen umfassten die Erarbeitung eines hydrogeologischen – hydrologischen Modells zwischen Albulapass und Preda mit Abklärungen zur Grundwassersituation (Aufbau Grundwasserkörper, Sicker-/Fliesswege, Strömungsverhältnisse) und zu den Oberflächenabflüssen mit Organisation, Begleitung, Auswertungen und Berichterstattung:

  • Strukturaufnahmen (Kluft-, Schicht- und Schieferungsverhältnisse)
  • Erstellung eines Quellenkatasters
  • Chemisch-physikalische Analyse des Berg- und Quellwassers
  • Durchführung eines Färbversuchs in Quell- und Oberflächenwässern zur Feststellung der unterirdischen Wasserwege
  • Einrichten und Betreiben von Abflussmessstellen und Wasserspiegelmessungen an Oberflächengewässern, mit Datenlogger
  • Sondierungen im Lockergestein/Fels bis zu Längen von 132 m, inkl. Bohrlochversuche (u.a. Fluid-Logging, Lugeon-Versuche), Ausrüstung der Sondierungen mit Datenlogger
  • Bergwasserdruckmessungen im Fels, mit Datenlogger
  • Erstellung eines Grundwassermodells zwischen Albulapass und Preda
  • Bilanzierung Abfluss/Speisung Grundwasserhaushalt und Beurteilung möglicher Absenkungen im Grundwasser durch den Neubau mittels 3D-Modellierung

Projektdaten

Der 1903 eröffnete Albulatunnel an der Linie Chur-Thusis-St. Moritz mit einer Länge von 5’865 m musste instandgestellt werden, da er nicht mehr die heutigen technischen und sicherheitsmässigen Ansprüche erfüllt. Die auf verschiedenen Ebenen festgestellten Mängel drängten eine integrale Erneuerung der Gesamtanlage auf. Aufgrund verschiedener Vorabklärungen wurde beschlossen, zwei Varianten bis auf Projektstufe auszuarbeiten, nämlich eine Variante „integrale Instandsetzung“ und eine Variante „Neubau“.

Besonderheiten

Der Tunnel durchörtert eine schwache und grundwasserführenden Felsstrecke mit triadischer Raibler-Formation über 110 m Länge. Die Raibler-Formation ist der massgebende Grundwasserträger im Albulatal. Die Beeinflussung des Grundwassers durch den Neubau war zwingend zu verhindern und die mögliche Gefährdung vor Baubeginn abzuschätzen.

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