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Referenz

RhB Albulatunnel II, Dichtkörper Raibler Rauwacke (Schweiz)

2015 - 2017
  • Geotechnik
  • Hydrogeologie
  • Tunnelbau

Unsere Leistungen umfassten die Leitung der Spezialtiefbau- und Vortriebsarbeiten von drei Baulosen (Gefrierkörper, Vortrieb, Vorabdichtung)

  • mit technischer, administrativer und finanzieller Betreuung der Bauarbeiten im Durchlaufbetrieb an sieben Tagen pro Woche
  • mit Unterstützung und Beratung des Bauherrn, des Projektverfassers sowie der Oberbauleitung
  • mit der Dokumentation des Bauwerkes und Verfassen der Schlussberichte

Die Erschliessung der Arbeitsstelle erfolgte durch den in Betrieb stehenden Albulatunnel I.

Projektdaten

Der 5‘864 m lange Albulatunnel (I) liegt auf der Bahnstrecke Chur-Thusis-St. Moritz und wurde im Jahre 1903 in Betrieb genommen. Der neue Albulatunnel II wird parallel, in 30 m Achsenabstand vom bestehenden Albulatunnel I, gebaut. Als geologisch schwierige Zone zeigte sich bereits beim Bau des Albulatunnel I die wasserführende Zone in der sogenannten Raibler-Formation (Zellendolomit). Zur Verfeinerung des Baugrundmodells wurden im Jahr 2013 und 2016, ausgehend aus einer eigens dafür ausgebrochenen Kaverne, Erkundungsbohrungen (mit Preventerschutz) in der gesamten Zone der Raibler-Formation durchgeführt. Die Kaverne liegt auf der Achse des Albulatunnels II und ist nur über eine Querverbindung aus dem Albulatunnel I erreichbar.

Besonderheiten

Der Tunnel durchörtert eine schwache und grundwasserführenden Felsstrecke mit triadischer Raibler-Formation über 110 m Länge mit 5 bar Wasserdruck. Die Raibler-Formation ist der massgebende Grundwasserträger im Albulatal. Die Beeinflussung des Grundwassers durch den Neubau war zwingend zu verhindern und die mögliche Gefährdung vor Baubeginn abzuschätzen. Ein Abschnitt mit schwimmendem Gebirge (ca. 20 m) wurde hinsichtlich der Sicherheit im Gefrierverfahren durchörtert. Zur Reduktion des Wasseraufkommens wurde die restliche Raibler-Formation (ca. 90 m) mittels Injektionen vorabgedichtet. Die Ausführung des 60 m langen Gefrierkörpers erforderte 45 Gefrierbohrungen (2’650 m), 55 Injektionsbohrungen (3‘850 m), 16 Drainage- und Kontrollbohrungen (1’000 m) und 65 t Injektionsgut. Die Vorabdichtung umfasste zwei Injektionsschirme mit 80-95 m bzw. 45 m Länge und die Injektion von 220 t Injektionsgut.

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